Der diesjährige Weltwassertag setzt den Fokus auf das Thema Abwasser.

Wie UN Water, eine ressortübergreifende Einrichtung der Vereinten Nationen mit Schwerpunkt Wasser/Abwasser,  mitteilt, werden weltweit mehr als 80 % des Abwassers – in weniger entwickelten Ländern sogar mehr als 95 % – ohne Behandlung in die Umwelt abgegeben. 1,8 Milliarden Menschen sind gezwungen Trinkwasserressourcen zu nutzen, die mit Fäkalien kontamiert sind. Damit ist das Risiko für diese Menschen allgegenwärtig, an Cholera, Ruhr, Typhus und Polio zu erkranken. Verunreinigtes Trinkwasser sowie unzureichende sanitäre Anlagen und Hygiene verursachen etwa 842.000 Todesfälle im Jahr, so UN Water. Diese Bedingungen kann man sich als Europäer kaum vorstellen. Nicht zuletzt auch deshalb, weil gerade in Deutschland in den letzten Jahrzehnten viel unternommen wurde, um die Abwasserentsorgung und –reinigung positiv zu entwickeln.

Seit nunmehr fast 25 Jahren trägt auch der Abwasserzweckverband „Mittlere Unstrut“ dazu bei, die Umweltbelastungen durch Abwasser im Verbandsgebiet zu reduzieren. Mit Investitionen von über 124 Mio. €, die durch Fördermittel insbesondere des Freistaates Thüringen in Höhe von mehr als 47 Mio. € unterstützt wurden, konnte die Abwasserentsorgung und Abwasserbehandlung wesentlich verbessert werden. In insgesamt vier Verbandskläranlagen in Bad Langensalza, Bad Tennstedt, Dachwig und Klettstedt wird das Abwasser von etwa 26.500 Einwohnern und einer ganzen Reihe von Gewerbebetrieben so behandelt, dass es ohne Bedenken in die Umwelt abgegeben werden kann. In den Anlagen des Zweckverbandes werden so jährlich insgesamt etwa 830.000 m³ Abwasser gereinigt.

Noch sind nicht alle Einwohner im Verbandsgebiet an eine zentrale Kläranlage angeschlossen, nicht alle Probleme der Abwasserentsorgung gelöst. Deshalb unternimmt der Abwasserzweckverband alle Anstrengungen, den Anschlussgrad in den nächsten Jahren weiter zu erhöhen. Dazu wurde das Abwasserbeseitigungskonzept im Jahr 2014 überarbeitet. In diesem Konzept werden die geplanten Investitionen in den einzelnen Orten des Verbandsgebietes ausgewiesen.

Wir werden auch in Zukunft weiter daran arbeiten, die Abwasserentsorgung im Verbandsgebiet voranzubringen und den Wasserkreislauf von schädlichen Stoffen zu entlasten. Dabei können Sie uns unterstützen: In der Ausgabe 01/2015 unserer Kundenzeitschrift „Klar!“ haben wir Ihnen eine Übersicht zusammengestellt, was alles nicht in die Toilette gehört und geben Tipps, wie Sie diese Abfälle am besten entsorgen.